Herren 2: Genickbruch in letzter Sekunde

16.11.2019 Bezirksklasse: HSG Freiburg 2 – TSV March 1 25:26 (12:13)

Am vergangenen Samstag mussten die Herren 2 nach einem umkämpften Schlagabtausch gegen die 1. Mannschaft des TSV March in letzter Sekunde eine bittere Niederlage hinnehmen.

Nach bereits einer deutlichen Leistungssteigerung im vergangenen Spiel hatte man sich erneut viel vorgenommen und ging hochmotiviert in die Partie. Von Beginn an zeichnete sich ein knappes Spiel ab. So kam in der ersten Viertelstunde bis zum Stand von 6:6 keine der Mannschaften über eine 1-Tore-Führung hinaus. Dann lies bei den Freiburgern etwas die Konzentration nach, es schlichen sich einige einfache Fehler ein sodass der TSV March beim Stand von 8:12 auf vier Tore davonziehen konnte. Die daraufhin von der HSG genommene Auszeit fruchtete und man konnte sich bis zur Halbzeit wieder auf 12:13 herankämpfen.

Die zweite Halbzeit zeichnete ein ähnliches Bild. Wieder zogen beide Mannschaften Tor um Tor miteinander gleich, sodass es diesmal bis zur 50. Minute dauerte, bis beim 21:19 für die HSG wieder eine Mannschaft mehr als 1 Tor vorne lag. Leider folgte wieder eine Phase zu vieler einfacher Fehler, wodurch man nicht im Stande war, den Vorsprung weiter auszubauen. Vielmehr begann nun die Zeit vom Marcher Paul von der Ruhr: Ein ums andere Mal suchte er in der zweiten Welle oder im Positionsangriff energisch den direkten Weg zum Tor und kam dabei, ohne von der Defensive der HSG ausreichend gestört zu werden, immer wieder zum Erfolg. Nach deren 6 Tore ging der TSV March knapp eine Minute vor Spielende mit dem 24:25 erstmals wieder in Führung. Diese konnte wenig später durch Patrick Schaber ausgeglichen werden, sodass höchste Spannung auf dem letzten Angriff des Spiels lag:

Der TSV March hatte nur noch wenige Sekunden für ihren letzten Versuch, doch die Abwehr der HSG machte die Räume sehr gut eng. Etwa fünf Sekunden vor dem Ende wurde der Abschluss der March geblockt, der Ball war frei. Zum Schrecken der HSG gelang es wiederum von der Ruhr den Ball zu erwischen und im Fallen irgendwie aufs Tor zu bringen, wo er nur einen Augenblick vor der Schlusssirene einschlug: 25:26 – das Spiel war verloren.

Die Enttäuschung über die so denkbar knappe Niederlage war natürlich groß. Zusammenfassend muss man sagen, dass es am Ende in Summe zu viele ganz einfache Fehler waren, die den Sieg kosteten, verbunden mit der Unfähigkeit in den letzten 10 Minuten den Marcher von der Ruhr aufzuhalten, der alle der letzten 7 Tore für die March erzielte.

Nichtsdestotrotz kann die Mannschaft der HSG insgesamt mit der Leistung zufrieden sein. Über weite Strecken konnte man gegen einen starken Gegner stabil verteidigen und lies im Positionsangriff wenig zu. Zudem zeigte man im eigenen Positionsangriff – insbesondere im Vergleich zu den zurückliegenden Wochen – sichtlich mehr Struktur, Geduld und weniger technische Fehler.

Darauf lässt sich aufbauen, sodass der spielerische Aufwärtstrend nach einem spielfreien Wochenende am 30.11. hoffentlich fortgesetzt werden kann. Dann geht es zum schwierigen Auswärtsspiel nach Schopfheim.

HSG: Kneißl, Intraschak (Tor), Sauer 1, Ehret, J. Schaber 1, Elflein 4, P. Schaber 9/3, Vetter 2, Ibishi 1, Peric 5, Sauther 2, Gebert, Leupolz

(Bericht: Martin Sauther)