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Damen 1: Systemausfall als Weckruf: HSG Freiburg siegt in Birkenau

24.01.2017

22.01.2017 3. Liga: TSV Birkenau – HSG Freiburg 24:31 (11:12). Auch im zweiten Duell mit dem Aufsteiger verlassen die Freiburgerinnen das Feld als Sieger. Wie bereits im Hinspiel dauert es aber bis in die Schlussminuten, ehe man sich entscheidend absetzen kann. Am Ende gewinnt die HSG mit 31:24 (12:11).

Über das Ergebnis herrschte Einigkeit, über das Zustandekommen dagegen weniger. Weil der Online-Spielbericht nicht funktionierte, musste die Partie kurz nach dem Anpfiff für einige Minuten unterbrochen werden, um letztlich auf einen verstaubten Papier-Spielberichtsbogen zurückzugreifen. Dieser sorgte allerdings nicht für Klarheit hinsichtlich der Torschützinnen – die Statistiken auf dem Originalbogen, im SIS und in den Presseberichten sind alle unterschiedlich, aber keine stimmt... :-D

Für die Freiburgerinnen hatte die Zwangspause aber ansonsten nur Gutes. Nach knapp sieben Minuten, als das Kampfgericht die beiden Schiedsrichterinnen zum Tisch bat, hatte die HSG noch keinen Treffer erzielt und dabei nicht gerade mit gut strukturiertem Angriffsspiel und Abschlussstärke gegen die unerwartet defensiv agierenden Birkenauerinnen geglänzt. So wurde die gegnerische Torfrau beispielsweise innerhalb weniger Sekunden dreimal tief "warmgeworfen" oder der Ball ging aus kurzer Distanz sogar am Tor vorbei. Glücklicherweise machten es die Gastgeberinnen nicht viel besser, so dass der Rückstand nur 0:2 betrug.

Während Zeitnehmer, Sekretär und Unparteiische nach einer Lösung suchten, nutzte die HSG die Gelegenheit, um sich noch einmal neu zu sammeln. Nach Wiederanpfiff dauerte es keine 30 Sekunden, ehe die Freiburgerinnen in Person von Antje Matschenz (Rechtsaußen) den ersten Treffer erzielten und das Spiel jetzt an sich rissen. Alica Burgert mit einem wuchtigen Rückraumwurf und Angelika Makelko per Tempogegenstoß brachten die erste Führung.

In dieser Phase hätten die Gäste schon davonziehen können, denn gleich drei Abpraller fielen den HSG-Verteidigerinnen in die Hände. Den ersten Ballgewinn schloss Laura Frank dank einer sehenswerten Passtäuschung in der 2. Welle erfolgreich ab. Nach dem nächsten Abpraller wollte sie dann ihre zum Gegenstoß gestartete Mitspielerin bedienen – für den Express-Pass war aber selbst die pfeilschnelle Angelika Makelko nicht schnell genug… Und auch der dritte Abpraller binnen weniger Minuten blieb ohne anschließenden Torerfolg, weil Alica Burgert den Ball freistehend nur an den Pfosten hämmerte. Die Freiburgerinnen konnten ihre Führung dennoch weiter ausbauen, da Birkenau das leere HSG-Tor verfehlte und im Gegenzug Jessica Peter vom Kreis erfolgreich war (5:2, 13. Min).

Die Gastgeberinnen antworteten mit einem Tor nach schnellem Anspiel: Die Ex-HSGlerin Lena Nussbaumer tankte sich am Kreis durch und markierte den dritten Treffer für ihr Team. Bis zum 8:5 fielen die Tore wechselweise, dann unterliefen der HSG ein paar technische Fehler und Fehlwürfe zu viel. Obwohl auch Birkenau einige Chancen liegen ließ – unter anderem einen weiteren erfolglosen Versuch aufs leere Tor sowie einen Siebenmeter –, kam der Aufsteiger wieder heran und glich beim 11:11 wenige Sekunden vor der Pause aus. Dank einer beherzten Aktion von Angelika Makelko konnte die HSG aber blitzschnell kontern und mit der Halbzeitsirene wieder in Führung gehen (12:11).

Den ersten Treffer im zweiten Durchgang erzielte die erneut stark aufspielende Jessica Peter nach schönem Zuspiel von Alica Burgert, die sich im Gegenzug allerdings die erste (und einzige) HSG-Zeitstrafe einfing. In Unterzahl kamen die Freiburgerinnen dennoch zu guten Chancen und konnten den Abstand halten. Nach zwei Tempogegenstößen, abgeschlossen durch Birkenaus beste Feldtorschützinnen Leonie Scholl und Lena Kahnert, waren die Gastgeberinnen noch einmal gleichauf (14:14, 36. Min), mussten dann aber abreißen lassen. Tessa Fischer von Linksaußen, Alica Burgert über die schnelle Mitte sowie je zweimal Jessica Peter (Kreis) und Nadine Czok (Siebenmeter und Freiwurf bei angedrohtem Zeitspiel) bescherten ihrer Mannschaft den ersten 4-Tore-Vorsprung (20:16, 44. Min).

Dank des Polsters und Torhüterin Lena Fischer, die in entscheidenden Momenten zur Stelle war, konnte die HSG auch die folgende wackelige Phase überstehen, in der sich erneut einige Fehler und Unkonzentriertheiten – vor allem im Rückzugsverhalten – einschlichen. Bis zum 25:23 (55. Min) blieb es spannend, dann setzte sich Küken Hannah Person energisch von Linksaußen bis ins Zentrum durch und brachte den Ball trotz heftiger Gegenwehr im Tor unter. Neben dem Treffer trug auch die Zeitstrafe gegen Birkenaus Mittelspielerin Ronja Schwab, die im Spielverlauf verhältnismäßig wirkungslos geblieben war, zur Vorentscheidung bei.

Während bei den Gastgeberinnen in der Schlussphase die Luft raus war, konnte die HSG das Ergebnis noch deutlich nach oben schrauben. In den letzten Minuten durfte dann auch noch Neuzugang Debora D’Arca (TuS Steißlingen, Tor) ihr 3.-Liga-Debüt feiern und startete nach 9-monatiger Verletzungspause gleich mit einer 100%-igen Fangquote (das darf gern beibehalten werden :-P). Am Ende stand ein (etwas zu hoch ausgefallener) 31:24-Erfolg zu Buche.

Als Tabellenfünfter mit einem inzwischen beruhigenden Vorsprung auf die Abstiegsplätze hat die HSG Freiburg jetzt zwei Wochen Zeit, um sich auf das Südbadenderby gegen Tabellenführer SV Allensbach vorzubereiten. Nachdem die Freiburgerinnen in der Hinrunde alle Duelle gegen die Top 4 verloren haben, brennt man im HSG-Lager darauf endlich einen Big Point zu setzen… Das Heimspiel findet am 04. Februar wie gewohnt um 20:00 Uhr statt. Die Mädels freuen sich auf lautstarke Unterstützung!

Für die HSG Freiburg spielten:
Lena Fischer, Debora D’Arca; Laura Frank (3), Angelika Makelko (5), Anna Gempp (1), Jessica Peter (5), Tessa Fischer (1), Hannah Person (1), Katrin Strub, Alica Burgert (8/1), Nadine Czok (6/3), Antje Matschenz (1).

Beste Torschützinnen TSV Birkenau: Nicola Baumann (6/2), Leonie Scholl (5), Lena Kahnert (5)

Siebenmeter: TSV 3/4, HSG 4/4
Zeitstrafen: TSV 3, HSG 1

Die HSG blickt nach oben (veröffentlicht am Mo, 23. Januar 2017 auf badische-zeitung.de)


 | 24.01.2017, 22:06

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