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Damen 1: HSG Freiburg gelingt nächster Coup!

13.02.2017

12.02.2017 3. Liga: TV Möglingen – HSG Freiburg 21:25 (9:12). Nachdem die HSG in der Vorwoche bereits Tabellenführer SV Allensbach in einer hochdramatischen Begegnung bezwingen konnte, bestätigte das junge Team am Sonntag eindrucksvoll den Aufwärtstrend und nahm auch beim Tabellendritten TV Möglingen verdientermaßen beide Zähler mit.

Durch den 25:21-Erfolg klettern die Freiburgerinnen inzwischen sogar auf Platz vier. Möglingen scheint ein gutes Pflaster für die HSG zu sein: Zum dritten Mal in Folge konnte das Team von Ralf Wiggenhauser die Stadionhalle als Sieger verlassen und hinterließ dabei trotz eines Mini-Kaders einen bärenstarken Eindruck. Unter anderem ohne die beiden Kreisläuferinnen Laura Frank und Jessica Peter, die in den letzten Spielen sowohl im Angriff als auch vor allem im Mittelblock zentrale Säulen der Freiburger Erfolge waren, trat die auf acht Feldspielerinnen dezimierte HSG beim Tabellendritten an und war von Beginn an voll da (einen Katastrophenstart wie unlängst gegen Allensbach und im Hinspiel gegen Möglingen wollte und durfte man sich nicht erlauben, so viel war klar).
Der Rückraum mit Nadine Czok (links), Anna Gempp (Mitte) und Angelika Makelko (rechts) präsentierte sich extrem druckvoll, spielfreudig und bereitete der TVM-Defensive in der Anfangsphase gehörige Probleme. Einzig die Abschlussquote trübte den Gesamteindruck: mehrmals wurde die gegnerische Torfrau trotz bester Einwurfgelegenheiten mit halbhohen Bällen warm geworfen, weshalb sich die Freiburgerinnen zunächst nicht weiter als zwei Treffer absetzen konnten (5:3, 12. Min).
Möglingen fand im Angriff kaum Mittel, um die personell umgekrempelte HSG-Defensive in Verlegenheit zu bringen. Über weite Strecken hatte die HSG den wurfstarken Rückraum, der zunächst ohne Ex-Bundesliga-Spielerin und TVM-Toptorjägerin Franziska Ramirez daherkam, im Griff. Kleine Unaufmerksamkeiten nutzten die ausgebufften Werferinnen allerdings gnadenlos aus, so dass die Gastgeberinnen durch drei schnelle Treffer in Führung gingen (5:6, 14. Min).
Die HSG ließ sich aber nicht von ihrem Weg abbringen und schaffte es immer wieder Lücken im Möglinger Abwehrverbund zu finden. Nadine Czok und Anna Gempp brachten ihr Team mit zwei quasi identischen Toren wieder nach vorn und gaben dem Trainer der Gastgeberinnen Anlass zu einer Auszeit. Dessen personelle Umstellungen – unter anderem kam jetzt Ramirez erstmals zum Einsatz – brachten aber zunächst nicht den gewünschten Erfolg, die HSG-Verteidigung provozierte gleich zwei technische Fehler.
Ergebnismäßig konnten die Freiburgerinnen aus ihrer überragenden Abwehr allerdings kein Kapital schlagen, da jetzt auch bei ihnen das Angriffsspiel hakte. Unvorbereitete Würfe und vermehrte Zweikämpfe ohne Dynamik spielten Möglingen in die Karten. Als dann auch noch Angelika Makelko nach einem 2-Minuten-Foul verletzt ausgewechselt werden musste, konnte man ob des ohnehin dünnen Kaders schon Schlimmes befürchten. Doch genauso wie sich Makelko im Laufe der Partie zurückmeldete, fand auch ihre Mannschaft wieder zu ihrer Linie. Dabei konnten die Mädels endlich einmal richtig Kapital aus einer gegnerischen Zeitstrafe schlagen: Nadine Czok per Strafwurf nach einem Foul an der im ersten Durchgang wie entfesselt aufspielenden Anna Gempp und die inzwischen im Rückraum aufgebotene Alica Burgert schraubten den Vorsprung auf 10:7 nach oben (23. Min).
Möglingen reagierte wie erwartet: Ramirez übernahm in der für ihr Team kritischen Phase die Verantwortung und brachte ihre Farben mit zwei Rückraumwürfen wieder heran. Im Gegenzug belohnte sich Kreisläuferin Tessa Fischer für ihre vorne wie hinten reife Leistung mit dem Treffer zum 11:9 (28. Min). Und die Freiburgerinnen konnten sogar noch einen draufsetzen, weil Lena Fischer ihrer Mannschaft mit mehreren Glanzparaden den Rücken frei hielt und ihre Vorderleute jederzeit hellwach waren. Als Möglingens Kreisläuferin wenige Sekunden vor der Pause freistehend an Fischer scheiterte, schnappte sich die HSG zunächst geistesgegenwärtig den Abpraller und dann schickte Nadine Czok blitzschnell Alica Burgert auf die Reise, die unmittelbar vor der Halbzeitsirene zum 12:9 traf.

In der zweiten Hälfte hatten beide Teams Mühe ins Spiel zu finden, auf beiden Seiten wurden die Angriffsreihen ins Zeitspiel gezwungen, dazu waren auch die Torhüterinnen auf dem Posten – vor allem Möglingens zweite Torfrau machte den HSG-Werferinnen in den Anfangsminuten das Leben schwer. Weil Freiburg im Angriff zu unstrukturiert und drucklos agierte, sich erneut in Einzelaktionen verstrickte und über acht Minuten für den ersten Treffer im zweiten Durchgang brauchte, konnte Ramirez das Ergebnis mit einem Hattrick wieder auf Null stellen (12:12, 38. Min).
Mit der Hereinnahme von Angelika Makelko und der klaren Forderung nach mehr Bewegung lief es in der Folgezeit wieder besser. Als eben jene Makelko per Gegenstoss zum 13:12 traf, war die Wurfblockade gelöst. Vor allem Alica Burgert kam jetzt auf Betriebstemperatur und wurde von Minute zu Minute stärker. Dank ihrer drei Treffer, darunter einer in Unterzahl, der dem Gegner zudem noch eine Zeitstrafe einbrachte, sowie zwei ebenso energischen Aktionen von Angelika Makelko (Rückraum) und Nadine Czok (Durchbruch) konnte sich die HSG wieder absetzen (18:15, 46. Min).
Möglingen suchte sein Heil inzwischen immer mehr durch Einläufer von außen, weil die nach wie vor enorm bewegliche HSG-Deckung den Rückraumschützinnen kaum Räume bot. Nach zwei Gegentoren vom Kreis bat Trainer Ralf Wiggenhauser seine Mannschaft zum Gespräch und fand Gehör. Einläufer und Kreis wurden effektiver bekämpft und der Vorsprung auf 21:17 (54. Min) nach oben geschraubt, was wiederum den Coach der Gastgeberinnen auf den Plan rief.
Mit seiner letzten Auszeit, verbunden mit einer doppelten Manndeckung gegen Alica Burgert und Nadine Czok, versuchte er das Blatt noch einmal zugunsten seines Teams zu wenden, doch die HSG war an diesem Tag zu gut, blieb cool und hatte zudem das nötige Quäntchen Glück. Je zweimal Angelika Makelko und Nadine Czok – mustergültig bedient von Anna Gempp, die für die besondere Drucksituation im 4 gegen 4 zurück in den Angriff beordert worden war – machten endgültig den Deckel drauf.
Dass man dank einer weiteren Parade von Lena Fischer am Ende sogar mit 25:21 und damit einem Tor Differenz mehr gewonnen hatte als Möglingen im Hinspiel, war der Mannschaft nach dem Schlusspfiff herzlich egal, wenngleich der gewonnene direkte Vergleich am Saisonende womöglich noch von Bedeutung werden könnte. Das alles ist aber Zukunftsmusik, mit der man sich im HSG-Lager nicht beschäftigt. Getreu dem Motto „Das nächste Spiel ist immer das schwerste“ geht die junge Mannschaft Schritt für Schritt und schaut nur auf den nächsten Gegner. Und das gilt auch und insbesondere für die kommende Partie beim TV Brombach. Beim Derby, dessen ist man sich in Freiburg bewusst, wird dem aktuellen Team der Stunde nichts geschenkt. Dennoch ist die Zielstellung ganz klar: Ein Sieg soll her, um die beiden Siege gegen die Topteams Allensbach und Möglingen zu vergolden und sich endgültig in der Spitzengruppe festzusetzen.

Anpfiff in der Lörracher Wintersbuckhalle ist am Samstag, den 18.02. um 18:00 Uhr. Die Mädels freuen sich wie immer über lautstarke Unterstützung!

Für die HSG Freiburg spielten:
Lena Fischer, Steffi Weber; Angelika Makelko (6), Anna Gempp (3), Tessa Fischer (1), Hannah Person, Katrin Strub, Alica Burgert (7), Nadine Czok (8/4), Antje Matschenz.

Beste Torschützinnen TV Möglingen: Franziska Ramirez (8/1), Denise Geier (5), Franziska Fischer (4).

Siebenmeter: TVM 1/2, HSG 4/4
Zeitstrafen: TVM 3, HSG 1

Mit Minikader zu maximalem Ertrag (veröffentlicht am Mo, 13. Februar 2017 auf badische-zeitung.de)


(Von: Antje Matschenz) | 13.02.2017, 08:00

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