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Damen 1: Bundesliga-Reserve beendet Freiburgs Siegesserie

15.03.2017

12.03.2017 3. Liga: SG Bietigheim II – HSG Freiburg 28:27 (14:13). Nach über einem Vierteljahr und neun Spielen ohne Niederlage hat es die HSG mal wieder erwischt. Gegen die Bundesliga-Reserve der SG BBM Bietigheim mussten sich die Freiburgerinnen nach schwacher Leistung mit 27:28 geschlagen geben.

Diese Mannschaft ist schon bemerkenswert und einfach nicht tot zu kriegen. Weder Einflüsse von außen, noch die ungewöhnlich vielen Ausfälle – am Sonntag musste auch noch Laura Frank mit Rückenproblemen kurzfristig passen –, noch teilweise hohe Rückstände im Spiel werfen das Team aus der Bahn. Die junge Truppe – gegen Bietigheim war plötzlich Torhüterin Lena Fischer mit 24 Jahren die älteste Spielerin im Kader – ist in dieser Saison merklich gewachsen, sowohl handballerisch als auch persönlich. Dass die Mädels selbst in einem Spiel, in dem über weite Strecken vorn wie hinten nur wenig gelingen wollte, bis zum Schluss die Möglichkeit auf einen Sieg gegen einen alles andere als schwachen Gegner hatten, unterstreicht die beeindruckende Entwicklung.
Beispielhaft die zwei Küken Hannah Person und Katrin Stub: Beide sind inzwischen in der 3. Liga angekommen, beeindrucken im Training und werden nun auch im Spiel immer mutiger. Linksaußen Person markierte gegen Bietigheim erstmals starke vier Treffer in einer Partie, in der Abwehr gehört sie bereits seit geraumer Zeit zu den Stammkräften. Und auch Rechtsaußen Strub scheint mit ihrem überragenden Auftritt im Derby, als sie Brombachs Top-Torschützin in der Abwehr völlig kaltgestellt und im Angriff wichtige Tore erzielt hatte, den „Knopf aufgemacht“ zu haben. Auch gegen Bietigheim war sie zweimal erfolgreich, wenngleich sie dort einen schweren Stand hatte. Obwohl die Gastgeberinnen im Zentrum kompakt agierten und den rechten Flügel sträflich vernachlässigten, fanden kaum Bälle den Weg nach aussen.
In der Partie gegen den Tabellennachbarn hakte es allerdings an allen Ecken und Enden. Nach dem herrlichen Spaziergang durch den Park am Bietigheimer Viadukt schienen die Mädels nicht so richtig in den Wettkampf-Modus schalten zu können. Das Spiel lief in den Anfangsminuten buchstäblich fast völlig an ihnen vorbei. Bietigheims Kreisläuferin muss sich vorgekommen sein wie im 7. Handball-Himmel – gänzlich unbehelligt und ohne den kleinsten Anflug von Gefahr eines blauen Fleckes verbuchte sie in den ersten neun Minuten vier Tore. Auf der anderen Seite konnte die ehemalige Nationaltorhüterin Ann-Cathrin Giegerich, die nach langwieriger Verletzung in der Zweiten Spielpraxis sammelt, gleich zwei Würfe fangen und Tempogegenstösse einleiten.
Dass der Rückstand bei der ersten Auszeit nur drei Tore betrug (4:7, 9. Min), lag zu diesem Zeitpunkt fast ausschliesslich an Nadine Czok, die den „Alleinunterhalter“ spielte und drei Treffer plus eine Vorlage beisteuerte. Nach ein paar deutlichen Worten von Trainer Ralf Wiggenhauser stabilisierte sich zumindest das Freiburger Herzstück, die Abwehr, wodurch man beim 7:7 erstmals ausgleichen konnte. Nach abermaligem 2-Tore-Rückstand war es Hannah Person, die mit einem Doppelschlag von Linksaußen wieder egalisierte.
Alica Burgert und erneut Nadine Czok, die inzwischen kurz gedeckt wurde, konnten die HSG sogar mit zwei Toren in Führung bringen, ehe die Freiburgerinnen dem Gegner durch etliche leichte Fehler, verpasste Chancen und mangelnde Durchschlagskraft wieder die Feldhoheit überliessen. Sinnbildlich für die schwächelnde HSG war an diesem Tag vielleicht Angelika Makelko. Der Wirbelwind, sonst auf beiden Seiten des Feldes die Zuverlässigkeit in Person und mit ihrer Dynamik kaum zu stoppen, schien völlig neben sich zu stehen. Mehrmals verunglückten Pässe über wenige Meter, die von ihren Mitspielerinnen nur unter Aufbietung höchster artistischer Fähigkeiten gefangen werden konnten… ;-)
Zu den Problemen im Angriff gesellte sich nach einer kurzen Hochphase nun auch wieder eine lethargisch und unaufmerksam agierende Abwehr, die den Bietigheimer Halbspielerinnen Tür und Tor öffnete. Zwischen der 24. und 35. Minute gingen acht Treffer auf das Konto der Rückraumschützinnen, alle nach dem gleichen Schema – dafür aber immerhin schön im steten Wechsel auf der linken und rechten Angriffsseite, damit die Abwehr den Ablauf bis zum nächsten Mal vielleicht wieder vergisst. Und siehe da: die Taktik ging auf… die HSG-Defensive sah tatsächlich nach enorm starken Wochen mal wieder schlecht aus („alt“ kann man bei dieser Mannschaft ja eigentlich nicht sagen… ;-)). Zwei Kreisläufertore komplettierten das Bietigheimer Schützenfest und brockten der HSG nach dem 13:14-Halbzeitstand schon kurz nach dem Seitenwechsel einen 5-Tore-Rückstand ein (15:20, 36. Min).
Trotz der wenig erquickenden Leistung ließen sich die Mädels aber nicht hängen und starteten eine blitzschnelle Aufholjagd: Innerhalb weniger Minuten hatten sie den Anschluss wieder hergestellt und die Gastgeberinnen mussten mit einer Auszeit gegensteuern (21:22, 42. Min). Und erneut fiel die Mannschaft in einen Dornröschenschlaf… Als sie daraus erwachte, hatte Bietigheims Rechtsaußen, die zuvor überhaupt keine Rolle gespielt hatte, einen Hattrick erzielt und ihre Farben dadurch zum zweiten Mal mit fünf Toren in Front gebracht (21:26, 47. Min).
In der unvermeidlichen Auszeit appellierte das Trainerteam an den Kampfgeist der Mädels und die Bedeutung der Abwehr: „Wir dürfen höchstens noch drei Gegentore kriegen, dann haben wir noch eine Chance“, schwor Wiggenhauser seine Mannschaft ein und sollte recht behalten – die Tür ging tatsächlich noch einmal auf und die HSG stellte einen Fuss hinein. Ein einziges Gegentor kassierte das Team bis zur Schlussminute, wobei man ehrlicherweise dazusagen muss, dass diese Bilanz durchaus mit ein bisschen „mehr Glück als Verstand“ zu tun hatte... Die Gastgeberinnen verfehlten mehrfach freistehend das Tor und verpassten damit die Vorentscheidung.
Die Freiburgerinnen hatten in der Schlussviertelstunde zwar auch nicht unbedingt das Wurfglück gepachtet, doch Paraden von Lena Fischer sowie Tore von Jessica Peter, Nadine Czok und der inzwischen aufgewachten Angelika Makelko brachten die HSG zurück ins Spiel. Bitter, dass Makelko anschliessend von der ordentlich austeilenden Bietigheimer Verteidigung beinahe k.o. geschlagen wurde und mit der Trage vom Feld gefahren werden musste (25:27, 54. Min). Ein weiterer personeller Rückschlag, den vermutlich nicht viele Mannschaft so weggesteckt hätten wie die HSG, die 60 Sekunden vor Ultimo tatsächlich den Ausgleich erzielte.
Dass es am Ende trotz der Aufholjagd nicht zu etwas Zählbarem gereicht hat, ist zwar schade, aber nach zuvor neun Spielen ohne Niederlage zu verkraften, zumal die gezeigte Leistung bis auf kurze Phasen nicht unbedingt einen Punkt verdient hatte. „Vor ein paar Jahren hätten wir so ein Spiel noch mit 10-15 Toren verloren. Dass wir heute in der letzten Minute sogar noch die Chance auf einen Sieg hatten, sagt eigentlich alles über diese Mannschaft“, hatte der Coach nach Spielschluss neben aller angebrachter Kritik auch viele positive Aspekte gesehen.
Eine deutliche Steigerung wird allerdings am kommenden Samstag nötig sein, wenn man im Heimspiel gegen den Tabellenführer SC Korb wieder punkten und sich für die unglückliche Niederlage im Hinspiel revanchieren will. Anwurf zum Top-Spiel ist am 18.03. um 20:00 Uhr. Die Mädels freuen sich wie immer über lautstarke Unterstützung!

Für die HSG Freiburg spielten:
Lena Fischer, Debora D’Arca; Angelika Makelko (2), Anna Gempp, Jessica Peter (4), Tessa Fischer, Hannah Person (4), Katrin Strub (2), Alica Burgert (4), Nadine Czok (11/3).

Beste Torschützinnen SG BBM Bietigheim II: Larissa Bürkle (7), Aylin Bok (6).

Siebenmeter: SG BBM 0/1, HSG 3/3
Zeitstrafen: SG BBM 5, HSG 1

Störungsfreie Kreisanspiele (veröffentlicht am Mo, 13. März 2017 auf badische-zeitung.de)

 

 


(Von: Antje Matschenz) | 15.03.2017, 22:46

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