weibl. C: Krimi am Sonntagnachmittag!

03.11.2019 Südbadenliga: SG Kappelwindeck/Steinbach – HSG Freiburg 27:30 (17:9)

Gut gelaunt und zuversichtlich kamen die Mädels samt Trainerinnen und Eltern in den Steinbacher Hallen an. Eine Stunde Fahrt, umziehen, aufwärmen und schon begann das Spiel.

Dass es gegen die Gastgeberinnen nicht einfach werden würde – war jedem klar – aber man fragte sich zu Beginn: “ Was war mit unseren Mädels los?“ Werfen und Fangen waren fast ein Fremdwort! Erschwerend kam dann noch keine Spielbereitschaft, kein Tempo und ein miserables Abwehrverhalten hinzu. Bis zum 3:3 hielten sie noch relativ gut mit, nur dann war es vorbei mit lustig! Kappelwindeck/Steinbach spielte Katz und Maus mit uns und so lagen wir zur Halbzeit verdient mit 17:9 zurück.

Betrübt ging es dann in eine kurze Kabinenansprache, in der Tanja sprachlos ihrer Trainerkollegin Evi das komplette Wort überließ. Würde die Info, dass die 1. Halbzeit einfach abgehakt werden soll und dass „bei 8 Toren Rückstand mit Kampf und Leidenschaft noch alles möglich ist“, fruchten? Mit viel Ehrgeiz wurde sich dann dran gemacht dieses Spiel umzubiegen. Auf einmal wurde Ball und Gegner laufen gelassen.

Auch wurden die Außenspielerinnen besser mit einbezogen –  so schafften es die Mädels wahrhaftig in der 40. Minute zum ersten Mal den Ausgleich zu werfen. Angetrieben von einer fantastischen Stimmung der Ergänzungsspielerinnen auf der Bank, einer tanzenden Trainerin und den mitgereisten Eltern auf der Tribüne ging unser Team dann in der 42. Minute zum ersten Mal wieder, nach dem anfänglichem 1:2, in Führung. Dieser Vorsprung wurde dann nicht mehr aus der Hand gegeben und bis zum Spielende sogar noch etwas ausgebaut. Nach atemberaubenden spannenden und nervenaufreibenden 50 Minuten gingen wir dann mit einem Endergebnis von 27:30 als Sieger vom Platz. Mit dem Schlusspfiff durften sich unsere Mädels dann über ein starkes Spiel in der 2. Halbzeit ausgelassen freuen. Der Schlüssel zum Erfolg war eine unglaubliche Kameradschaft und Mannschaftsleistung, der angenommene Kampf und das Spiel über die Außen. Überglücklich und fertig von der Dramatik dieses Krimis und mit Mitleid für den gut aufspielenden Gegner hat man sich dann auf den Heimweg nach Freiburg begeben. Das große Fazit dieses Nachmittags lautet: Als geschlossene Einheit, als Mannschaft mit Herz und Kampf können wir noch Großes erreichen!!

Mit von der Partie waren: Victoria, Laura (1), Alina H., Nele E. (1), Alina S., Anna , Sandra (7), Josefine (1), Lina (3), Luisa (7), Yara, Nele S. (5), Lynn, Johanna (5)

(Bericht: Evi Hillenbrand)