Damen 2: Durch leidenschaftlichen Einsatz einen Punkt mitgenommen

18.10.2020 Südbadenliga: HSG Mimmenhausen/Mühlhofen – HSG Freiburg 27:27 (17:16)

Mit dem Auswärtsspiel gegen die HSG Mimmenhausen/Mühlhofen hatte die Reserve der Red Sparrows am vergangenen Sonntag die weiteste Auswärtsfahrt vor sich.

Bereits im Vorfeld war klar, dass der Landesligaaufsteiger keineswegs unterschätzt werden darf, hatte die HSG doch in der vorherigen Saison unter anderem dank ihres schnellen Angriffspiels unbesiegt die Meisterschaft gewonnen. Wie erwartet spielten die Gastgeberinnen von Anfang an Tempohandball, wobei sich die erste Viertelstunde noch ausgeglichen gestaltete. Vor allem aber Kreisläuferin Jennifer Gratwohl, die immer wieder von ihren Mitspielerinnen in Szene gesetzt werden konnte, war für die Freiburger Defensive anfangs kaum unter Kontrolle zu bekommen und so konnte sich die Heimmannschaft in der 17. Spielminute erstmals mit vier Toren absetzen. Auch dank der starken Torhüterleistung auf Seiten der Freiburgerinnen allerdings kämpften sich diese bis zum Ende der ersten Halbzeit mit Toren unter anderem von Elina Werner und Anna Bretz, an diesem Tag mit jeweils 7 Treffern die besten Werferinnen der Gäste, wieder heran, sodass der Spielstand zur Halbzeit 17:16 betrug.

In die zweite Hälfte starteten die Freiburgerinnen defensiv fulminant; resultierend aus dem starken gemeinsamen Verteidigen der Räume führte man in der 42. Spielminute mit 19:22, vergab hierauf im Angriff leider aber, wie bereits im ersten Saisonspiel gegen die HSG Dreiland, klare Torchancen und schaffte es demnach trotz überragender Abwehrarbeit nicht, entscheidend davonzuziehen. Stattdessen resultierten aus den Fehlern im Angriff der Gäste einige Tore aus der ersten Welle für die HSG MM, die dadurch wieder ausgleichen und fünf Minuten vor Spielende eine 27:24-Führung herausspielen konnte. In nervenaufreibenden Schlussminuten kamen die Freiburgerinnen durch Luisa Heilemann und erneut Anna Bretz wieder bis auf ein Tor heran, bevor Captain Svenja Friedlin im letzten Angriff des Spiels noch einen Strafwurf herausholte, den Elina Werner abgeklärt im Tor der Gäste unterbrachte – das 27:27-Unentschieden beschreibt Trainer Manuel Majocchi als „eine gerechte Punkteteilung“. Das Fazit des Freiburger Coaches zum Spiel: „Heute hat sich einerseits die Heimmannschaft durch Vorteile im dynamischeren Angriffsspiel und schnelleren Umschalten einen Punkt verdient. Andererseits hat mein Team durch das klar strukturierte Abwehrsystem, gepaart mit leidenschaftlicherem Einsatz und starker Torhüterleistung, vor allem in der zweiten Halbzeit, den Punkt mindestens genauso verdient.“ In den kommenden Spielen gilt es nun, auf der starken Abwehrarbeit der Vorwoche aufzubauen und möglichst viele Punkte einzufahren, um dem TuS Ottenheim, nach zwei Spielen als einzige Mannschaft mit 4:0 Punkten an der Tabellenspitze, auf den Fersen zu bleiben.

Es spielten für die HSG Freiburg: Pauline Harder, Sabrina Romeike (Tor); Anna Bretz (7), Johanna Chaumet, Svenja Friedlin (2), Luisa Heilemann (2), Hanna Hoffmann, Vera Linkesch (3), Hannah Mandery (1), Lena Rimpf, Hannah Schraivogel (2), Luciana Villavicencio (3), Elina Werner (7)

(Bericht: Pauline Harder)